Keynote: Unternehmenskultur im großen Schwabbeln

Ein großes Schiff mit vielen Menschen an Bord fährt durch hohe Wellen – Symbol für Unternehmen, die im großen Schwabbeln ihrer Zeit Stabilität finden müssen.

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Stabilität ohne Scheinsicherheit

Stell dir deine Organisation für einen Moment wie ein Schiff auf bewegter See vor.

Früher konntest du noch so tun, als wäre das Meer meistens ruhig: Märkte waren überschaubar, Technologien änderten sich langsam, Geschäftsmodelle hielten Jahrzehnte. Heute fühlt es sich eher an wie Dauer-Wellenbad: Krisen, Umbrüche, neue Tools, neue Erwartungen, neue Generationen.

Ich nenne das „das große Schwabbeln“ des Universums, in dem auch Unternehmen leben. Alles bewegt sich und ist in dauernder Veränderung. Heute mehr denn je.

Viele Führungskräfte antworten darauf mit mehr Kontrolle, mehr Regeln, mehr Kennzahlen. Das schafft aber meistens nur eine Scheinsicherheit.

Scheinsicherheit heißt, ihr bastelt Strukturen, die von außen stabil wirken, aber in dem Moment, in dem wirklich etwas Unerwartetes passiert, werden sie starr und brüchig. Menschen orientieren sich dann mehr an Formularen als an gesundem Menschenverstand.

Echte Stabilität entsteht an einem anderen Ort, nämlich in den Beziehungen, in der Transparenz und in der geteilten Verantwortung innerhalb deiner Organisation.

Es gibt Unternehmen, die genau das vorgemacht haben. Sie haben in Krisenzeiten nicht versucht, ihre Mitarbeitenden enger zu führen, sondern sie näher an die Realität heranzuholen, indem sie Zahlen öffentlich gemacht, Entscheidungen geteilt haben und Verantwortung gemeinsam tragen.

Dann können Menschen sagen:

„Wir sehen, wie es dem Unternehmen geht.
Wir entscheiden mit, wie wir durch diese Phase kommen.
Und ja, wir sind bereit, einen Beitrag zu leisten, weil es unser Laden ist.“

Statt „von oben“ verordneter Opfer entstehen gemeinsame Entscheidungen, zum Beispiel Lohnverzicht für die Zeit der Krise, um Arbeitsplätze zu halten und später gemeinsame Teilhabe, wenn es wieder besser läuft.

Genau hier liegt der Unterschied:

  • Scheinsicherheit fragt:
    „Wie halten wir die Kontrolle?“
  • Innere Stabilität fragt:
    „Wie stärken wir Beziehungen und Verantwortungsgefühl, damit wir gemeinsam durch die Wellen kommen?“

Drei Fragen, die du dir für dein Unternehmen stellen kannst:

  1. Wo tun wir so, als wäre etwas stabil, das längst schwabbelt, zum Beispiel Zielsysteme, die auf Planbarkeit setzen, obwohl sich der Markt monatlich ändert.
  2. Wo könnten wir durch Transparenz in Zahlen, Einbindung in Entscheidungen und echte Mitsprache Kontrolle in geteilte Verantwortung verwandeln?
  3. Woran würden wir erkennen, dass wir innen stabil genug sind, um außen flexibel zu reagieren, zum Beispiel durch weniger Drama, mehr erwachsene Gespräche in schwierigen Momenten.

Das große Schwabbeln draußen wirst du nicht abschaffen. Ein anderes Wort für das Schwabbeln ist einfach „Leben“. Aber du kannst entscheiden, wie ihr als Organisation darin stehen wollt:

Als starres System, das bei jeder Welle knirscht oder als lebendiges Gefüge, das sich bewegen kann, weil innen Beziehungen, Klarheit und Verantwortung tragen.

Lust auf stabilere Beziehungen im Unternehmen?

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Tanja Richter - ein Portrait

Über die Autorin:

Tanja Richter begleitet seit vielen Jahren Menschen auf ihrem inneren Weg und unterstützt Menschen, die selbst mit Menschen arbeiten, dabei, Begleitung traumasensibel, nervensystemfreundlich und beziehungsorientiert zu gestalten.

Sie verbindet aktuelles Wissen zu Nervensystem und Trauma mit schamanisch-spiritueller Erfahrung und einer klaren, bodenständigen Praxis, die im echten Alltag trägt – auch dann, wenn es schwierig wird.

Erfahre mehr über Tanja Richter und ihre Angebote für Menschen, die andere Menschen professionell begleiten …

Es grüßt dich herzlich

Tanja Richter



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