Du bist toll, solange du weit weg bist

Frau im weißen Kleid hält einen großen Strohhut vor dem Körper, im Hintergrund steht in Abstand eine weitere Person – Symbol für Nähe und Distanz in Beziehungen.

Geschätzte Lesezeit: 30 Minute(n)

Über die verlorene Kunst, sich lieben zu lassen – in Beziehungen, im Konsum und in unserer Gesellschaft

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Es gibt einen Satz, den vermutlich viele von uns innerlich sehr gut kennen:

„Du bist toll, solange du weit weg bist.“

Solange wir noch ein bisschen unkonkret sind – halb Mythos, halb Projektionsfläche – ist vieles möglich: Bewunderung, Neugier, Interesse. Je näher wir kommen, je echter wir werden, mit Bedürfnissen, Grenzen, Geschichte und Alltag, desto schwieriger wird es für viele Menschen, uns so zu lassen, wie wir sind.

Das, was wir in Beziehungen erleben, ist gar nicht so individuell, wie es sich anfühlt. Es hängt zusammen mit etwas Größerem:

  • mit der verlorenen Kunst, sich lieben zu lassen
  • und mit einer Gesellschaft, in der das Ferne und Besondere oft mehr gilt als das Nahe und Menschliche.

Selbstliebe vs. sich lieben lassen – eine kurze Unterscheidung

Wenn wir von Selbstliebe sprechen, meinen wir:

Wie gehen wir innerlich mit uns um?
Wie reden wir mit uns, wie halten wir uns, wie gehen wir mit unseren Bedürfnissen, Schwächen und Stärken um?

Selbstliebe ist die Bewegung von innen nach innen. Sie sagt: „Ich bin mir selbst eine gute Verbündete bzw. ein guter Verbündeter.“

Die Kunst, sich lieben zu lassen ist etwas anderes:

Lassen wir zu, dass Liebe von außen wirklich bei uns ankommt?
Dürfen wir uns mit unseren Bedürfnissen, unserer Freude, unserer Überforderung zeigen und trotzdem bleiben?

Das ist die Bewegung von außen nach innen. Sie sagt: „Ich erlaube, dass du mich berührst, mich siehst und mit mir bist und zwar nicht nur mit meiner Fassade, sondern mit meinem echten Sein.“

Beides gehört zusammen. Ohne Selbstliebe ist sich lieben lassen brüchig. Ohne sich lieben lassen bleibt Selbstliebe oft einsam.

Wie wir verlernen, uns lieben zu lassen

Die meisten von uns verlieren diese Kunst, weil wir sehr früh gelernt haben:

  • Wenn wir unsere Bedürfnisse zeigen, werden wir weggeschickt, übergangen oder belächelt.
  • Wenn wir zu laut, zu traurig, zu froh, zu müde oder zu wach sind, dann stören wir, dann sind wir „zu viel“.
  • Wenn wir etwas brauchen, sind wir anstrengend für andere.

Lange war das sogar offizielles Erziehungsprogramm. Kinder hatten möglichst keine Bedürfnisse zu haben. Sätze wie: „Du willst doch nur Aufmerksamkeit.“ oder „Stell dich nicht so an.“ waren normal. Wir haben also gelernt, dass wir mit unseren Bedürfnissen falsch sind, dass wir funktionieren sollen und haben genau diese Information in unserem Nervensystem verankert.

Und was machen wir, wenn es immer wieder weh tut, uns zu zeigen?

  • Wir machen uns kleiner.
  • Wir lernen, früh zu spüren, was andere brauchen und richten uns danach.
  • Wir versuchen, „pflegeleicht“ zu sein.
  • Oder wir ziehen uns innerlich zurück und machen alles alleine.

Die Kunst, sich lieben zu lassen, braucht Räume, in denen Bedürfnisse kein Problem sind. Wenn es diese Räume nie gab, konnten wir sie nicht lernen. Und wenn wir sie hatten und verloren haben, verlernen wir sie wieder.

Es gibt daneben auch das andere Extrem, also Kinder, deren Bedürfnisse übererfüllt werden und die kaum eigene Erfahrung mit Frust und Eigenständigkeit machen dürfen. Auch das hinterlässt Spuren. In diesem Text schaue ich vor allem auf die Seite, in der Bedürfnisse kleingemacht oder übergangen wurden und darauf, wie sich das später in Beziehungen und Systemen fortsetzt.

„Du bist toll, solange du weit weg bist“ – in Beziehungen

Eines der schmerzhaftesten Muster, die viele von uns kennen, sieht so aus:

  1. Auf Distanz:
    Jemand lernt uns kennen und findet uns toll. Solange wir noch weit weg sind, sind wir spannend, besonders, inspirierend. Wir sind Projektionsfläche für alles, was der andere in uns sehen möchte.
  2. Wir kommen näher:
    Wir mögen diesen Menschen ebenfalls. Wir werden konkreter. Wir sind nicht mehr nur „die Interessante bzw. der Interessante da draußen“, sondern Menschen mit Geschichte, Fragen, Grenzen und Bedürfnissen.
  3. Es kippt:
    Plötzlich wird es abwertend, spöttisch, kalt oder sogar destruktiv. Alles, was vorher wertschätzend war, trägt einen Unterton. Je näher wir kommen, desto weniger „toll“ sind wir in den Augen des oder der anderen.

Dieses Muster findet sich in Liebesbeziehungen genauso wie in Freundschaften. Eine innere Erklärung dafür kann so aussehen: Wenn ein Mensch sich selbst nicht mag, ist es fast unerträglich, von jemandem wirklich gesehen und gemocht zu werden. Wenn ich mich selbst für klein, kaputt, „nicht richtig“ halte, wie soll ich dann glauben, dass ein Mensch, den ich eigentlich toll finde, mich ausgerechnet so, wie ich bin, wollen könnte? „Mit diesem Menschen kann irgendwas nicht stimmen.“

Doch eigentlich wirkt so etwas wie:

  • „Wenn ich dich nah an mich ranlasse, siehst du irgendwann, wie ich ‚wirklich‘ bin, also stoße ich dich lieber vorher weg.“
  • „Wenn ich zulasse, dass du mir nah kommst, werde ich abhängig und verletzlich.“

Und dann kommen die unbewussten Schutzreaktionen:

  • Abwertung („So besonders bist du auch nicht.“)
  • Kälte, Rückzug, Schweigen
  • Ironie, Spott, verletzende Kommentare
  • Drama und Streit, um Distanz zu schaffen

Das Gemeine daran: Das passiert selten bewusst nach dem Motto „Ich zerstöre das jetzt mal.“ Meist merkt zuerst das Nervensystem: „Achtung, da wird es nah. Das könnte gefährlich werden.“ Alte Erfahrungen mit Nähe springen an, der Körper geht in Alarm, und bevor wir es richtig greifen können, laufen eingespielte Schutzprogramme: Rückzug, Angriff, Kälte, Spott.

Der Kopf liefert dann im Nachhinein gute Gründe, warum die andere Person „doch nicht so toll“ war: „Die ist mir zu emotional“, „Der ist mir zu kompliziert“, „Das passt halt doch nicht.“ Innen war es aber oft vor allem eins: Angst vor echter Nähe.

Das ist nicht schön. Aber es ist erklärbar: Nähe holt beim anderen die Selbstablehnung an die Oberfläche. Und statt diese Selbstablehnung zu fühlen, wird lieber die andere Person klein gemacht.

Für diejenige oder denjenigen, die näher kommt, fühlt es sich trotzdem an wie: „Sobald ich wirklich da bin, bin ich falsch.“ Und genau da knüpft der große Faden an.

Woran wir merken, dass wir selbst dieses Muster leben

Wenn wir so einen Text lesen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir zuerst die Seite kennen, auf der wir Opfer dieses Musters geworden sind. Wir geben uns rein und werden abgewertet, je näher wir kommen. Spannend (und manchmal schmerzhaft) wird es, wenn wir uns fragen: „An welchen Stellen lebe ich dieses Muster selbst vielleicht viel subtiler, als mir lieb ist?“

Das hier soll kein Pranger sein, sondern ist eine Einladung zur Ehrlichkeit und die gibt dir Handlungsmöglichkeiten. Ein paar mögliche Hinweise:

  • Wir sind am Anfang begeistert und kippen dann weg.
    Am Anfang finden wir Menschen schnell großartig, inspirierend, faszinierend. Sobald sie sich uns mit Unsicherheit, Bedürfnissen, Ecken und Kanten wirklich zeigen, merken wir, wie unser inneres „Wow“ leiser wird und wir uns zurückziehen.
  • Menschen werden für uns uninteressant, sobald sie uns wirklich mögen.
    Solange wir nicht sicher sind, ob wir „sie haben können“, ist es spannend. Sobald klar ist: „Der Mensch mag uns wirklich“, verlieren wir das Interesse oder werden kritisch.
  • Wir fühlen uns schnell eingeengt, wenn jemand zu nah kommt.
    Jemand meldet sich verlässlich, fragt nach uns, will uns sehen und in uns geht innerlich die Alarmanlage an: „Zu viel! Zu nah! Zu eng!“
  • Wir idealisieren die Unerreichbaren.
    Wir verlieben uns in Menschen, die weit weg sind, vergeben, emotional nicht verfügbar oder „noch nicht so weit“ und wundern uns, warum wir so selten in echten, gelebten Beziehungen landen.
  • Je näher jemand kommt, desto kritischer wird unser Blick.
    Am Anfang sehen wir das, was wir lieben. Später sehen wir plötzlich vor allem das, was „nicht stimmt“: wie der andere spricht, wohnt, fühlt, reagiert und unsere innere Kommentarspur wird härter.
  • Wir brechen eher ab, als dass wir es wirklich ansprechen.
    Wenn uns jemand verletzt oder verunsichert, ziehen wir uns zurück, ghosten, werden kühl, statt einmal klar zu sagen, was bei uns ankommt.
  • Wir können in der Fantasie Nähe gut aushalten, aber im Alltag weniger.
    In unseren Köpfen können wir uns tiefe, liebevolle Beziehung wunderbar vorstellen. Doch im Alltag sind wir schnell genervt, überfordert oder innerlich auf Abstand.

Wenn wir uns in ein paar Punkten wiederfinden, heißt das nicht, dass wir „schlimme Menschen“ sind. Es heißt meistens: Irgendetwas in uns versucht, uns vor Abhängigkeit, vor Überforderung oder dem Gefühl, nicht zu genügen, zu schützen.

Sich das einzugestehen, ist schon ein großer Schritt in Richtung:

  • mehr Ehrlichkeit mit uns selbst
  • und mehr Freiheit, Nähe irgendwann anders zu gestalten und zwar nicht nur als Opfer und nicht nur als Täter:innen, sondern als Menschen in Beziehung.

Der rote Faden nach außen: Wir idealisieren Distanz und entwerten Nähe

Dieses „aus der Ferne toll“-Muster gibt es nicht nur in Beziehungen. Viele von uns erleben es als etwas sehr Menschliches, das sich in allen Schichten und Milieus zeigt, wenn auch auf unterschiedliche Weise.

Wir sind sehr gut darin,

  • das Ferne, Seltene, Exotische zu idealisieren
  • und das Nahe, Gewöhnliche, Alltägliche abzuwerten.

Ein paar Beispiele:

  • Seminare & Entwicklung:
    Wenn wir z.B. im Norden wohnen, wirken Seminare in Bayern automatisch wichtiger. Leben wir im Süden, sind es vielleicht Retreats am Meer. Oder auf einer Insel. Oder in Portugal. Hauptsache: weit weg. Als würde Weisheit sofort wachsen, sobald wir ein paar hundert Kilometer fahren.
  • Superfoods & Alltag:
    Exotische Superfoods vom anderen Ende der Welt gelten als super wertvoll. Hafer, Hirse, Kohl, Kartoffeln, Äpfel aus der Region sind „ganz normal“.
  • Seltenes & Wert:
    Diamanten, seltene Metalle, limitierte Editionen scheinen je seltener und je schwerer sie zu bekommen sind, umso wertvoller zu sein. Die Dinge, die uns täglich tragen wie der Stuhl, auf dem wir sitzen, das Brot, das jemand für uns schmiert oder auch die Hände, die unseren Alltag mittragen, verschwinden im Hintergrund.

Das ist nicht nur Psychologie oder geschicktes Marketing. Unsere Begeisterung für das Exotische steht auf einer langen Kolonialgeschichte, in der dieselben Regionen, deren Pflanzen, Rituale und Bilder wir romantisieren, politisch und wirtschaftlich ausgebeutet wurden, während das Eigene, Nahe, „Einfache“ abgewertet wurde, Menschen und Ressourcen eingeschlossen. Romantisierung und Ausbeutung sind dabei keine Gegensätze, sondern waren oft Partner. Das Muster „fern ist wertvoller als nah“ ist so tief in unsere Geschichten, Märkte und Bilder eingewebt, dass es heute oft wie eine private Vorliebe wirkt.

Im Kern bleibt es dieselbe innere Bewegung: „In der Ferne können wir idealisieren. Nähe würde uns zwingen, mit uns selbst, mit dem Menschen vor uns, mit dem Boden unter unseren Füßen wirklich in Beziehung zu gehen.“

Eine Gesellschaft, in der Menschen funktionieren – statt geliebt zu werden

Die Menschen, die solche Muster in sich tragen – und das sind viele –, werden irgendwann Eltern, Führungskräfte, Lehrer*innen, Ärzt*innen, Politiker*innen, Unternehmer*innen. Wir alle gestalten Strukturen. Und wenn wir nie erlebt haben, dass unsere eigenen Bedürfnisse wirklich willkommen sind, wird vielleicht aus:

  • lebendiger, sinnorientierter Arbeit ein Job, in dem Funktionieren mehr zählt als Menschsein.
  • Schule, in der Lernen nicht ein natürliches Bedürfnis von Kindern ist, sondern in der Leistung wichtiger ist als Beziehung.
  • einem System, das Leben tragen soll etwas, in dem Gefühle, Grenzen, Zweifel und Müdigkeit als Störung gelten.
  • einem Alltag, den wir lebendig und kreativ miteinander teilen plötzlich ein Alltag, in dem wir uns gegenseitig vor allem als Rollen begegnen: Kunde, Mitarbeiterin, Patient, Klientin, Wähler.

Jahrhundertelang wurden in patriarchalen Strukturen Gefühle, Bedürfnisse und Beziehungsarbeit als „weich“, „unwichtig“ oder sogar „hysterisch“ abgewertet und pathologisiert. Wichtig war, was hart ist: Fakten, Leistung, Kontrolle. Diese abwertende Haltung gegenüber dem Weichen, Beziehenden steckt bis heute in unseren Körpern und Institutionen – ja, auch dann, wenn wir uns längst für modern halten.

Dann ist es kein Wunder, dass sich viele von uns so fühlen: „Ich bin hier, um zu funktionieren und nicht, um wirklich da zu sein.“ Ich selbst erlebe das oft so: So vieles, was „da draußen“ passiert, hat so wenig mit Menschen zu tun, außer, dass Menschen darin funktionieren (müssen). Das macht das Leben auf der Erde nicht gerade einfach, weil es an meiner inneren Lebendigkeit deutlich vorbei geht.

Nicht jede unerfüllte Sehnsucht ist eine Blockade in uns

An dieser Stelle ist mir etwas wichtig: Wenn ein Bedürfnis oder eine Sehnsucht sich über Jahre oder Jahrzehnte nicht erfüllt, bedeutet das nicht automatisch, dass wir innerlich blockiert sind, uns nicht ausreichend selbst lieben oder wir „falsch manifestieren“.

Es kann natürlich innere Gründe geben, wie beispielsweise alte Loyalitäten, Ängste, Selbstbilder. Aber es gibt auch noch eine andere, sehr einfache Möglichkeit:

Unsere Sehnsucht stößt immer wieder an eine systemische Schieflage.

Zum Beispiel:

  • Sehnsucht nach echter Ruhe in einer Arbeitswelt, in der Überlastung normal ist.
  • Sehnsucht nach sicherem Wohnen auf einem Wohnungsmarkt, der Sicherheit zur Ware macht.
  • Sehnsucht nach tiefer, ehrlicher Beziehung in einer Beziehungskultur, in der viele Menschen ihre eigenen Gefühle kaum aushalten.

Dann scheitern wir nicht, weil wir „es nicht richtig hinkriegen“, sondern weil wir mit unserem Wunsch in einer Umgebung leben, die dafür schlicht kaum Strukturen bietet.

Innere Arbeit bleibt wichtig – ja. Aber wir dürfen aufhören, die Probleme ausschließlich in uns selbst zu suchen und unseren Blick auch auf das System richten, in dem wir leben. Es braucht ein lebendiges Hin- und Herschwingen zwischen Ich und Wir: Wir brauchen es, um als Einzelne glücklich zu sein und unsere Systeme brauchen es, um sich durch uns zu verändern.

Manche Bedürfnisse sind so grundmenschlich, dass ihre dauernde Frustration mehr über unsere Strukturen aussagt als über unseren Wert.

Ein kurzer Blick auf System & Wissenschaft

Ich schreibe hier aus unserer westlich-europäischen Gegenwartskultur, also mitten in einem Geflecht aus Kapitalismus, Lohnarbeit, Leistungslogik und alten patriarchalen Mustern. Mit „System“ meine ich also nichts Abstraktes, sondern sehr Konkretes: die Art, wie wir Arbeit, Geld, Erfolg, Familie und Gefühle in unseren sozialen Milieus organisiert haben.

Mir ist klar: Menschen, Familien und Gesellschaften sind komplexer, als ein Blogbeitrag es je einfangen kann. Psychologie würde vieles von dem, was ich beschreibe, zum Beispiel mit Bindung, Selbstwert und Lernerfahrungen in der Kindheit erklären. Soziologie würde stärker auf Strukturen schauen: Arbeitsmarkt, Bildungswege, Rollenbilder, Kolonialgeschichte und die Logik eines Systems, in dem Haben oft wichtiger ist als Beziehung.

Ich vereinfache hier bewusst und erzähle aus der Mischung von persönlicher Erfahrung und diesen größeren Mustern heraus.

Und ja: Ich arbeite mit klaren Werten. Nähe, Beziehung und Verbundenheit sind für mich nicht „nett, wenn’s irgendwie passt“, sondern etwas, von dem ich glaube: Es heilt sowohl uns selbst als auch unsere Gesellschaft. Reines Funktionieren halte ich dagegen für gefährlich, und die wachsende Zahl von Menschen, die daran körperlich und seelisch krank werden, bestätigt für mich diese Sicht. Dieser Text ist kein neutraler Bericht, sondern eine Einladung, auf uns selbst und auf unsere gemeinsamen Systeme mit einer anderen Brille zu schauen.

Es bewegt sich etwas – Keime einer anderen Kultur

Und trotzdem wäre es unfair, hier stehenzubleiben. Denn während ein Teil der Welt immer schneller, härter und funktionaler wird, gibt es gleichzeitig eine deutliche Gegenbewegung.

Wir sehen zum Beispiel:

  • Menschen, die bewusst regional und biologisch einkaufen, nicht nur, weil es „hip“ ist, sondern weil sie Beziehung zur Erde, zu den Böden, zu den Menschen hinter den Produkten spüren wollen.
  • Unternehmen, die anfangen, über Arbeitszeitmodelle, Gesundheit, Sinn und echte Zusammenarbeit nachzudenken: Vier-Tage-Woche, Homeoffice, Vertrauenskultur, psychische Gesundheit, Beteiligung gibt es zwar noch längst nicht überall, aber zunehmend.
  • Teams, die sich wirklich Zeit für Beziehung nehmen: Check-ins, ehrliche Gespräche, Supervision, Konfliktarbeit, statt alles unter den Teppich zu kehren.
  • Schulen und Kitas, in denen Beziehungspädagogik, Achtsamkeit, Gefühle und Bedürfnisse langsam nicht mehr exotische Randthemen sind, sondern Teil des Alltags.
  • Initiativen vor Ort: Gemeinschaftsgärten, solidarische Landwirtschaft, Repair-Cafés, Nachbarschaftsprojekte. Das sind alles Orte, an denen wir wieder lernen, dass das Nahe wertvoll ist.

Diese Bewegungen sind wichtig. Und auch hier lohnt sich immer ein genauer Blick.

Alter Mist in neuen Gewändern – was sich noch mit reinschleicht

Nur weil etwas „neu“ aussieht, ist die alte Logik nicht automatisch verschwunden. Oft steckt darunter noch derselbe Mist, nur in hübscher Verpackung.

Hier sind ein paar Beispiele:

New Work mit altem Leistungsdruck

  • Firmen, die sagen: „Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt“, aber sobald Umsatz, Deadlines oder Kundendruck kommen, ist der Mensch wieder am Rand.
  • Es gibt Obstkorb, Yoga, Achtsamkeitskurs, aber die Arbeitsmenge, Verantwortungsverteilung und Machtstrukturen ändern sich kaum.

Alter Mist darin:

  • Selbstwert = Leistung.
  • Wer nicht „mitkommt“, soll halt resilienter werden.
  • Bedürfnisse werden nur soweit beachtet, wie sie das System leistungsfähiger machen.

Bio & regional mit alter Konsumlogik

  • „Bio“ und „regional“ als Label, die sich gut verkaufen: Hauptsache Wachstum, Marktanteile, Image.
  • Die Frage, wie es den Menschen in den Lieferketten geht oder ob die Preise wirklich fair sind, bleibt oft zweitrangig.

Alter Mist darin:

  • Konsum als Hauptantwort: „Kauf richtig, dann ist alles gut.“
  • Beziehung zur Erde und zu den Menschen hinter den Produkten bleibt dünn.
  • Es geht mehr um ein gutes Gewissen als um echte Verbundenheit.

Selbstoptimierung im Selfcare-Kostüm

  • Coachings, die von Bedürfnissen, Selfcare und Grenzen reden, am Ende aber doch wieder bei „erfolgreicher, produktiver, effizienter“ landen.
  • Selbstliebe als Projekt: „Wenn du dich nur genug liebst, bist du fitter, schöner, leistungsfähiger.“

Alter Mist darin:

  • Bedürfnisse als Werkzeug, um noch besser zu funktionieren.
  • Wachstum als Pflicht, Stillstand als Verdacht.
  • Wenn wir erschöpft sind, haben wir unsere Tools „nicht richtig angewendet“.

Pädagogik mit neuer Sprache und alter Kontrolle

  • Kitas und Schulen, die von Partizipation sprechen, aber wichtige Dinge (Tempo, Lärm, Leistungsdruck) bleiben unantastbar.
  • Eltern, die „bindungsorientiert“ sagen, aber die Gefühle der Kinder doch subtil steuern: „Du sollst bitte schnell wieder fröhlich sein.“

Alter Mist darin:

  • Das Kind soll am Ende wieder funktionieren, nur mit sanfteren Methoden.
  • Schwierige Gefühle sind etwas, das „wegreguliert“ werden muss, statt begleitet zu werden.

Menschenzentrierte Organisationen mit alter Machtlogik

  • Firmen mit Feelgood-Management und Wertschätzungs-Workshops, aber Löhne, Profite und Entscheidungen bleiben in sehr wenigen Händen.
  • Wir dürfen sagen, wie es uns geht, aber wenn das wirklich Konsequenzen für Strukturen hätte, wird es dünn.

Alter Mist darin:

  • Macht bleibt, wo sie immer war.
  • Menschen dürfen sich besser fühlen, aber nicht wirklich mitgestalten.

Mir ist wichtig, das zu benennen, weil sonst eine komische Schieflage entsteht. Die neuen Systeme sind keine „Heilsbringer“. Aber sie sind auch nicht wertlos. Sie sind Versuche und die alten Muster laufen oft noch mit.

Genau deshalb brauchen wir einen wachen Blick. Lasst uns wirklich üben, anders miteinander umzugehen und nicht nur die Deko tauschen!

Was tun, wenn es nicht (nur) an uns liegt? – Möglichkeiten mit schiefen Systemen umzugehen

Wenn wir merken: „Hier liegt ein Thema nicht nur in mir, hier ist das ganze Feld schräg“, haben wir mehr Optionen als „friss oder stirb“. Nicht jede davon ist in jeder Lebensphase möglich. Doch auch schon ein kleiner Schritt, kann innerlich oder äußerlich viel verändern.

Rausgehen – ein anderes System wählen

  • Job kündigen und in eine andere Firma oder Branche wechseln
  • eine Beziehung oder Gemeinschaft verlassen
  • aus einer Szene, Struktur oder Rolle aussteigen

Das ist sinnvoll, wenn die Schieflage massiv ist (Missbrauch, Ausbeutung, ständige Überlastung), wir wenig Einfluss haben und es uns stark belastet. Auszusteigen ist manchmal pure Selbstachtung.

Drinbleiben und mitverändern

Wir bleiben im System und versuchen, es von innen ein kleines Stück zu verschieben:

  • In Unternehmen können wir die Arbeitsmenge ansprechen, Grenzen klarer ziehen, Pausen normalisieren, andere Gesprächskultur anstoßen.
  • In Familien können wir anders miteinander sprechen, „Nein“ sagen, alte Rollenbilder leise oder laut infrage stellen.
  • In Szenen und Communities: Themen wie Geld, Macht, Grenzen, Verantwortung auf den Tisch bringen.

Das ist sinnvoll, wenn wir einigermaßen sicher sind und nicht im Dauer-Burnout-Modus leben. Und, wenn wir nicht allein sind und fühlen: „Hier lohnt sich meine Energie.“ Gleichzeitig dürfen wir uns immer auch klar machen, dass wir nicht dafür zuständig sind, das ganze System zu heilen.

Ein eigenes System bauen (oder mitbauen)

Die radikal kreative Variante wäre:

  • ein eigenes kleines Unternehmen oder Projekt zu starten
  • neue Formen von Arbeiten und Zusammenleben auszuprobieren
  • Räume zu schaffen, in denen unsere Werte gelten, also so etwas wie Workshops, Online-Räume, (Rote Salons 🙂 ), Höfe, Kollektive …

Das ist sinnvoll, wenn wir merken, dass die vorhandenen Strukturen immer wieder zu eng sind, wir genug Kraft und Unterstützung für erste Schritte haben und bereit sind, Fehler zu machen, statt im Falschen perfekt zu funktionieren.

Bewusster Kompromiss: mit halbem Bein drin & Schutzräume schaffen

Manchmal geht es gerade nicht, aus einem System ganz auszusteigen, beispielsweise aus finanziellen oder gesundheitlichen Gründen oder weil Menschen mit an der eigenen Entscheidung dranhängen. Dann ist es keine Schande, in einem Kompromiss zu leben. Das heißt, wir bleiben vielleicht in einem System (zum Beispiel im Job), aber, wir begrenzen unsere Investition, bauen uns nebenbei andere Strukturen auf und sorgen bewusst für Ausgleich.

Zum Beispiel:

  • „Ich bleibe drei Tage die Woche in dieser Firma und baue parallel mein eigenes Projekt.“
  • „Ich wohne noch in dieser Stadt, aber meine Kraft tanke ich bewusst in den Räumen und Beziehungen, die mir wirklich guttun.“

Bündnisse schließen

Systeme sind kollektiv. Das heißt, es ist hilfreich, nicht alleine in einem schiefen System zu sein. Wir können uns Unterstützung holen und uns zusammenschließen, zum Besipiel in einem Betriebsrat, einer Team-Initiative, unserer Peergroup, einem Netzwerk von Selbstständigen, einem Nachbarschaftsprojekt … einfach mit Menschen, die ähnlich empfinden und sagen: „Ja, das sehe ich auch.“

Das entlastet uns nicht nur, weil mögliche Schuld- und Schamgefühle kleiner werden und wir merken, dass es eben nicht nur an uns selbst liegt, sondern auch, weil Veränderung leichter ist, wenn mehrere gleichzeitig „so nicht mehr“ sagen.

Von innen nach außen und wieder zurück

Wenn wir das alles zusammennehmen, sehen wir einen dicken roten Faden:

  • Innen:
    Kinder mit unerfüllten oder chaotisch beantworteten Bedürfnissen lernen, dass sie nicht einfach so da sein dürfen. Wir verlernen, uns lieben zu lassen oder verwechseln Liebe mit Anerkennung fürs Funktionieren.
  • Zwischen uns:
    Erwachsene mit viel Selbstzweifel und wenig gelebter Selbstliebe idealisieren und entwerten einander, statt Beziehung auf Augenhöhe zu leben. „Du bist toll, solange du weit weg bist“ wird zum Beziehungsmuster.
  • Im Außen:
    Diese Erwachsenen bauen eine Gesellschaft, in der das Ferne, das Besondere, das Exotische oft mehr gilt als das, was direkt da ist und in der Menschen vor allem funktionieren sollen.

Und dann wundern wir uns, dass so viele von uns:

  • sich leer fühlen, obwohl sie viel leisten,
  • ihre Bedürfnisse kaum benennen können,
  • sich nach Liebe sehnen und gleichzeitig Nähe kaum aushalten,
  • innerlich denken: „Mit mir stimmt etwas nicht“, statt zu sehen: „Mit vielen unserer Strukturen stimmt etwas nicht und ich bin nicht alleine damit.“

Was könnte der Anfang sein?

Ich glaube nicht an den einen großen Lösungshebel. Aber ich glaube an kleine, sehr konkrete Bewegungen – innen wie außen.

Bevor wir irgendetwas von uns „ändern“ oder „optimieren“, kann es deshalb unglaublich heilsam sein, erst einmal gute Fragen zu stellen. Fragen sind wie kleine Taschenlampen: Sie richten unser Licht auf etwas, das in uns und um uns herum oft schon da ist und was wir bisher nur noch nicht klar gesehen haben.

Unser Inneres trägt meistens viel mehr Antwort in sich, als wir im ersten Moment formulieren können: als Ahnung im Körper, als leises „So nicht mehr“, als Sehnsucht. Wenn wir eine passende Frage finden und ihr wirklich zuhören, tauchen nach und nach Gedanken, Gefühle und Bilder auf, die uns den nächsten Schritt zeigen.

Und auch im Außen gilt: Wenn wir mit einer ehrlichen Frage auf unsere Beziehungen und Systeme schauen – auf Arbeit, Familie, Konsum –, beginnen diese Systeme zu „antworten“: durch das, was klappt, durch das, was immer wieder scheitert und durch die Reaktionen der Menschen.

Gute Fragen helfen uns, die Antworten wahrzunehmen, die schon irgendwo im Feld liegen: in uns, zwischen uns und in den Strukturen, in denen wir leben. Hier kommen also ein paar Fragen, die ein Anfang sein können.

Im Inneren

  • Dürfen wir wirklich Bedürfnisse haben oder fühlen wir uns damit automatisch „zu viel“?
  • Können wir anerkennen, dass es normal ist, etwas zu brauchen, auch wenn nicht jeder Mensch und jede Situation das erfüllen kann?

Manchmal ist ein Satz schon viel: „Es ist normal, dass ich das brauche. Die Frage ist nur: Wie kann ich gut damit umgehen?“

In Beziehungen

  • Erleben wir das Muster „Du bist toll, solange du weit weg bist“ auf der einen oder der anderen Seite?
  • Wie schnell werden wir abgewertet, sobald wir uns zeigen?
  • Wie schnell werten wir andere ab, wenn sie uns zu nah kommen?

Wir können uns fragen:

  • Bleiben wir dann und versuchen, wieder „besser zu funktionieren“ oder erlauben wir uns, zu gehen?
  • Und wo dürfen wir uns ehrlich eingestehen, dass wir selbst auf Distanz schalten, weil es uns zu nah wird?

Es ist nicht unsere Aufgabe, anderen Menschen beizubringen, sich selbst zu mögen. Wir dürfen uns Räume suchen, in denen Nähe nicht bestraft wird und selbst üben, solche Räume zu sein.

In unserem Alltag, unserem Konsum

  • Welche Dinge, Menschen, Angebote idealisieren wir, weil sie „weit weg“ sind?
  • Wo übersehen wir das, was direkt vor uns liegt, also Ressourcen, Menschen, Möglichkeiten?
  • Wer oder was (Mensch, Tier, Pflanze, Ort, Dinge, die wir besitzen oder benutzen dürfen) in unserer direkten Umgebung bekommt viel zu wenig Wert in unserem Leben?

Vielleicht könnte ein kleiner Selbstversuch so aussehen: Eine Woche lang jeden Tag etwas ehren, was sehr nah ist, also ein Mensch, ein Ort, eine Pflanze, ein ganz gewöhnlicher Gegenstand. Nicht als Pflicht, sondern als Experiment: „Was macht das mit mir, wenn das Nahe ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung bekommt?“

Woran ich glaube

Ich glaube, eine Gesellschaft, in der Menschen sich lieben lassen können, ohne perfekt, weit weg oder besonders sein zu müssen, wäre eine andere Welt. Und ich glaube auch, dass jeder kleine Moment, in dem wir ein Bedürfnis ernst nehmen, Nähe einen Augenblick länger aushalten und das Nahe ehren, statt dem Fernen hinterherzurennen, ein Riss in diesem alten Muster „Du bist toll, solange du weit weg bist.“ ist.

Ich glaube, eine neue Art von Miteinander kann genau dann beginnen, wenn wir uns trauen, in unsere eigene Nähe zu kommen … und zu bleiben.

FAQ

Was meinst du mit „die Kunst, sich lieben zu lassen“?

Mit der Kunst, sich lieben zu lassen, meine ich nicht, möglichst liebenswert zu wirken, sondern zu erlauben, dass echte Zuwendung bei dir ankommen darf. Dazu gehört, Bedürfnisse zu zeigen, Grenzen zu haben, unsicher zu sein und trotzdem innerlich zu bleiben, statt sofort zu funktionieren, dich zurückzuziehen oder dich kleinzumachen. Es ist die Bewegung von außen nach innen: „Ich lasse zu, dass Liebe mich berührt.“

Brauche ich Selbstliebe, um mich lieben lassen zu können?

Ein Stück weit ja und gleichzeitig entwickelt sich beides oft gleichzeitig. Wenn du dich selbst zutiefst ablehnst, kann es sehr schwer sein, Zuwendung von außen überhaupt zu glauben. Trotzdem können Menschen, Situationen oder Beziehungen wie Brücken sein: Jemand hält dich ein Stück mit, bis du innerlich mehr Boden bekommst. Selbstliebe und sich lieben lassen sind keine strenge Reihenfolge, sondern zwei Bewegungen, die sich gegenseitig stärken.

Woran merke ich, dass ich das Muster „Du bist toll, solange du weit weg bist“ selbst lebe?

Ein paar typische Hinweise sind: Du bist am Anfang schnell begeistert von Menschen, verlierst aber das Interesse, sobald sie dich wirklich mögen. Du fühlst dich schnell eingeengt, wenn jemand verlässlich da ist. Du idealisierst Menschen, die unerreichbar sind (vergeben, weit weg, emotional nicht verfügbar). Oder du wirst kritischer, je näher jemand kommt, und ziehst dich eher zurück, statt Dinge anzusprechen. Das sind keine Beweise, aber gute Einladungspunkte für ehrliche Selbstreflexion.

Was kann ich tun, wenn ich immer wieder an Menschen gerate, die Nähe abwerten?

Zum einen hilft es, das Muster zu erkennen und nicht mehr persönlich als „Ich bin falsch“ zu deuten. Zum anderen kannst du genauer hinspüren: Wie früh zeigen sich Abwertung, Spott, Kälte? Und wie schnell gehst du darüber hinweg, weil du die schöne Anfangsphase festhalten möchtest? Du darfst Grenzen setzen, Gespräche suchen und im Zweifel gehen, statt zu versuchen, dich noch passender zu machen. Und du darfst gleichzeitig schauen, ob du selbst Nähe aushalten kannst, wenn sie wirklich freundlich und verlässlich ist.

Ist das nicht einfach „mein Thema“? Warum sprichst du von Systemen und Gesellschaft?

Innere Themen und äußere Systeme gehören zusammen. Ja, unsere persönlichen Bindungserfahrungen prägen, wie wir Nähe erleben. Gleichzeitig leben wir in einer Kultur, in der Funktionieren oft wichtiger ist als Beziehung, in der das Ferne idealisiert und das Nahe abgewertet wird. Wenn du also merkst, dass sich bestimmte Bedürfnisse über Jahre nicht erfüllen lassen, kann es wichtig sein zu sehen: Das liegt nicht nur an dir, sondern auch an Strukturen, die wenig Raum für echte Nähe, Ruhe oder Sicherheit bieten.

Was kann ein erster kleiner Schritt sein, um das Nahe mehr zu ehren?

Du kannst im Alltag anfangen, bewusst wahrzunehmen, was schon nah da ist: Menschen, Orte, kleine Gesten, Dinge, die dich tragen. Ein kleines Experiment kann sein, eine Woche lang jeden Tag etwas zu würdigen, was sehr nah ist: eine Nachbarin, ein Stück Natur, ein Alltagsgegenstand, ein kurzer Moment echter Begegnung. Nicht als Pflicht, sondern als neugierige Erforschung: „Was macht es mit mir, wenn das Nahe ein bisschen mehr Aufmerksamkeit bekommt?“

Was, wenn mich der Text mehr trifft, als ich dachte?

Wenn du merkst, dass das Thema alte Wunden stark berührt, ist das nicht ungewöhnlich. Du musst damit nicht allein bleiben. Such dir Menschen, mit denen du darüber sprechen kannst: Freund*innen, Verbündete oder auch professionelle Begleitung. Manchmal ist ein mitfühlender Blick von außen genau das, was hilft, neue Schritte zu wagen.

Es grüßt dich herzlich

Tanja Richter


Tanja Richter - ein Portrait

Über die Autorin:

Tanja Richter begleitet Menschen dabei, in die Tiefe ihres Wesens einzutauchen, sich selbst liebevoll zu begegnen und in Verbindung mit der geistigen Welt zu wachsen. Ihre Arbeit ist geerdet, klar und schöpft aus jahrzehntelanger Erfahrung mit schamanischen Wegen, spiritueller Praxis und innerer Meisterschaft.

Erfahre mehr über Tanja Richter und ihre Arbeit …

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