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Inhaltsverzeichnis ein- oder ausklappen
- Reset im Leben statt im Tod
- Was Wissenschaft über Langlebigkeit weiß
- Sprache als kollektives Programm
- Spirituelle Perspektive: Der Körper als lebendiges Bewusstsein
- Ethik & Zukunft: Langlebig leben – wie wollen wir das?
- Praktische Impulse: Reset & Langlebigkeit im Alltag
- Schlussgedanken: Heimat finden – im Körper, im Leben, im großen Geist
- Häufige Fragen und Antworten zur Langlebigkeit
Ich bin jetzt 53 Jahre alt. Und in der letzten Zeit habe ich wahrgenommen, dass Menschen den Planeten verlassen, die mein Leben begleitet und auch mit geprägt haben – zum Beispiel Robert Redford († 16. 9. 2025) oder Jane Goodall, die Frau mit den Schimpansen († 1. 10. 2025).
Das gibt mir ein eigenartiges Gefühl: Es war eine endliche Zahl von Menschen, die gleichzeitig mit mir hier auf der Erde waren und sind. Wir haben diese Zeit gemeinsam gestaltet. Sie war noch sehr geprägt von Kampf, Pflicht, Ungerechtigkeit, Ausbeutung. Innen wie außen gab und gibt es viel aufzuräumen. Und viele von uns haben sich auf diesen Weg gemacht.
Nun gehen einige von ihnen. Das macht mir die Endlichkeit noch stärker bewusst und zugleich rührt es etwas in mir an: Neugier. Lebenslust. Gestaltungsfreude.
Wenn ich lange Strecken gefahren bin, habe ich gerne junge Menschen im Auto mitgenommen. Oft waren es Student*innen. Wir kamen ins Gespräch, und ich war immer wieder tief beeindruckt: von ihrer Klarheit, von ihrer Reflexion, von der Selbstverständlichkeit, mit der sie Werte leben, die auch mir wichtig sind.
Ich habe gespürt: Diese Generation wird das weitertragen. Sie verkörpert schon jetzt, wovon wir so lange geträumt haben. Manche von ihnen tragen weniger Familiendrama in sich, weil ihre Eltern ihre „Hausaufgaben“ gemacht haben. Und so können sich stärker auf die großen Aufgaben konzentrieren: Klimawandel, politische Veränderungen, ein neues Miteinander.
Neugierig war ich schon immer. Auch die Freude am Gestalten hat mich mein Leben lang begleitet. Aber die Lebenslust – die war nicht immer da. Es gab auch Phasen voller Lebensfrust. Jetzt aber, im Wissen um diese jungen Menschen, spüre ich, dass sich die Lebenslust in mir entfaltet. Vielleicht sogar so, wie sie gemeint sein könnte: frei, weit, ansteckend.
Ich kann den Wandel spüren. Er ist schon im vollen Gange und ich möchte dabei sein. Ich will mitgestalten. Ich will sehen, wie sich dieser Wandel entfaltet und meinen Teil dazu beitragen, dass er gelingt.
Reset im Leben statt im Tod
Das heißt, ich will nicht sterben. Nicht, weil ich Angst vor dem Tod hätte. Ich hatte viele Begegnungen mit Vater Tod, und ich erinnere mich auch daran, wie ich in einer früheren Inkarnation gestorben bin – und wie wunderbar das war. Es hat sich nach Zuhause, nach Freiheit und Freude angefühlt.
Nein, ich will nicht sterben, weil noch so viel Leben in mir steckt. Ich bin noch lange nicht fertig. Vielleicht bekomme ich ja doch irgendwann nochmal Kinder, sitze als Studentin im Hörsaal und freue mich über die Quanten und was sie so treiben. Ich möchte Feuerwerk erfinden, das so erstaunlich ist, wie das von Gandalf (Achtung, Link zu YouTube, also Google-Datenland). Und vielleicht scheitere ich glorreich beim ersten Versuch, Ziegenkäse zu machen und lache mit Freunden bei Wein und gekauftem Käse darüber. Ich bin noch lange nicht fertig.
Und irgendetwas in mir sagt mir immer wieder: Das geht.
Neale Donald Walsch beschreibt in Zuhause in Gott, dass wir beim Sterben die Energien der Inkarnation abstreifen: Wir tauchen ein in das Gefühl von Alles-ist-Eins, ohne Verwirrungen und Rollen, bevor wir uns neu verkörpern.
Aber was wäre, wenn wir diesen Reset schon im Leben vollziehen? Was wäre, wenn wir die alten Energien, die wir uns vor und während der Inkarnation eingepackt haben, bewusst aus unseren Zellen lösen?
Genau das empfinde ich in den letzten Tagen. Zwei Tage war ich eingehüllt in graue Wolken aus meiner Kindheit und Jugend, aus dem Kollektiv der 70er und 80er Jahre im Osten, aus Kriegserinnerungen und gesellschaftlichen Zwängen. Erst dachte ich, dass meine längst hinter mir geglaubte Depression wieder zuschlagen würde. Doch heute Nacht war ich sehr früh wach und hatte Ruhe und Zeit tief in mich hineinzuhorchen. Und so erhielt ich den Impuls, dass sich diese grauen Energien aus meinen Zellen, meinem Körper und meinem System lösen, weil ich vor kurzem das „Okay“ gegeben habe, dass ich das Thema Langlebigkeit jetzt angehen möchte. Ich bin so weit.
Heute Nacht habe ich mir auch Gedanken darüber gemacht, was so ein Reset im Leben bedeutet.
Ich habe eine Erinnerung an die Vorbereitung meiner Inkarnation. Ich stand in einer großen Halle mit vielen Regalen, auf denen so etwas wie Schwingungs- bzw. Erfahrungspakete lagen. Und ich habe fleißig, mit fast kindlicher Vorfreude, mein Lebensgepäck gepackt. Viel „hübsches“ Grau(en) war dabei. Ich tat das, weil ich unbedingt Zauberin werden wollte, und wusste, dass ich diese Energien brauchen würde, um Zauberin werden zu können.
Inzwischen habe ich im Großen und Ganzen abgearbeitet, was ich mir damals eingepackt habe. Ich bin durch große Tiefen gegangen und habe viel verstanden. Das, was ich mit in die Inkarnation gebracht habe, ist fertig. Ich darf die Energien, die ich damals in meinen Rucksack gelegt habe, und auch jene, die ich später hier aufgenommen habe, jetzt loslassen. Und wenn ich lange – sehr lange – leben möchte, muss ich das auch.
Lange leben bedeutet Veränderung auf allen Ebenen:
- Die Ursprungsfamilie als Heimathafen loslassen, wenn sie an alte Inkarnationsenergien bindet.
- Heimat im Inneren finden, statt sie nur im Außen zu suchen.
- Eltern, Herkunft und kollektive Felder nicht ablehnen, sondern aus ihnen frei werden.
- Das Sterben anderer akzeptieren – und aushalten, immer wieder Abschiede zu erleben und auch Phasen allein und ungebunden zu gehen.
- Das Ich immer wieder neu definieren: „Ich bin, die ich bin“ ist immer wieder neu.
Am Ende wird die Familie größer: Sie umfasst nicht nur die Herkunft, sondern die gesamte Menschheit, die geistige Welt und die Natur.
Was Wissenschaft über Langlebigkeit weiß
In der modernen Forschung wird Langlebigkeit vor allem biochemisch untersucht: Telomere, Zellalterung, mitochondriale Gesundheit, Ernährung, Bewegung, Schlaf. Das ist alles wichtig. Und sehr spannende Erkenntnisse kommen aus den Randbereichen – dort, wo Biologie auf Bewusstsein trifft:
- Epigenetik: Gene sind nicht starr. Unsere Gedanken, Gefühle und unser Lebensstil schalten Gene an oder aus. Stress verkürzt Telomere, Sinn und Bindung verlängern sie.
Telomere – kleine Enden, große Wirkung
An den Enden unserer Chromosomen sitzen winzige Schutzkappen: die Telomere. Stell sie dir wie die Plastikenden an Schnürsenkeln vor: Solange sie da sind, bleibt der Faden stabil.
Mit jeder Zellteilung werden sie ein Stückchen kürzer, und irgendwann franst der Schnürsenkel aus. Das nennen wir Altern.
Das Überraschende ist: Telomere hören uns zu. Sie reagieren auf unseren Lebensstil und sogar auf unsere innere Haltung. Stress und Angst knabbern sie schneller weg. Liebe, Sinn, Achtsamkeit und ein gesunder Körper dagegen sind wie kleine Reparaturwerkzeuge.
In manchen Studien sieht man sogar: Unter guten Bedingungen können Telomere (bisher wohl nur im Labor) wieder wachsen. (https://www.age.mpg.de/wie-altern-wir)
- Psychoneuroimmunologie: Das Immunsystem reagiert direkt auf unsere Identität, auf Hoffnung, auf Verbundenheit. Menschen mit einem starken „Warum“ heilen schneller und leben länger.
- Der „Counterclockwise“-Versuch von Ellen Langer (Dieser Versuch wird kontrovers diskutiert, aber durch Replikations-Studien und Mindset-Forschung gestützt.): In den späten 70ern brachte die Harvard-Psychologin ältere Männer in ein Haus, das so eingerichtet war wie in deren Jugendzeit. Eine Woche lang sollten sie so tun, als wären sie 20 Jahre jünger. Sie legten Stöcke und Brillen weg, kleideten sich jünger, sprachen in der Gegenwartsform. Nach dieser Woche waren sie messbar verjüngt: bessere Haltung, mehr Beweglichkeit, schärferes Gedächtnis, sogar verbesserte Blutwerte. (https://greatergood.berkeley.edu/article/item/aging_in_reverse_a_review_of_counterclockwise)
Die Botschaft dieser Forschung: Identität und Wahrnehmung beeinflussen messbar den Körper. Genau hier knüpft Sprache an und zwar nicht mystisch, sondern neurobiologisch: Wörter steuern Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit steuert Stress-/Belohnungssysteme, und darüber verändern sich Routinen, Schlaf, Bewegung und soziale Einbindung. Diese Kette landet am Ende als Biochemie in den Zellen.“
Sprache als kollektives Programm
Und hier kommt die Sprache ins Spiel.
Nehmen wir das Wort „Senior*innen“ als Beispiel. Worte schaffen Bilder. Und Bilder schaffen Verhalten.
Stell dir vor: Du hast gerade deinen 60. Geburtstag gefeiert, fühlst dich eigentlich voller Energie und plötzlich nennt dich jemand ‚Senior*in‘. Zack, das Bild ist da: Gebrechlichkeit, Rückzug, und vielleicht am schlimmsten 😉 die beige Funktionsjacke. Worte wirken wie kleine Hypnose-Sätze, die sich unbemerkt in unsere Zellen einschreiben. Das Gemeine daran: Manchmal glauben wir ihnen schneller, als uns lieb ist.
Stell dir dagegen vor, wir würden sagen Erden-Erfahrene? Oder Langzeit-Gestalterinnen? Plötzlich klingt das eher nach Abenteuer und Weisheit als nach Rückzug.
Die Energie wäre eine völlig andere. Dann würden nicht Defizite im Vordergrund stehen, sondern Schätze, die im Leben gesammelt wurden.
Und das Schöne: Jugendliche und Erfahrene brauchen einander.
- Junge Menschen bringen Frische, Mut, Impulse, Leichtigkeit, wilde Ideen.
- Menschen mit Erfahrung bringen Weitblick, Besonnenheit, oft mehr Geduld und den Überblick, was schon einmal funktioniert hat und was nicht.
Wenn beide Seiten aufeinander hören, entsteht eine Art generationenübergreifende Alchemie: Neues kann Wurzeln schlagen, und Altes kann sich verwandeln, statt zu verhärten.
Worte sind nicht nur Beschreibungen, sie sind schöpferische Akte. Jedes „Ich bin“ ist wie ein kleiner Befehl an Zellen, Nerven und Hormone. Wer immer wieder sagt „ich bin müde, ich bin schwach“, programmiert seinen Körper darauf. Wer hingegen sagt „ich bin wach, ich bin neugierig, ich bin bereit“, öffnet dem Körper neue Bahnen.
Sprache erschafft Bewusstsein und Bewusstsein erschafft Biochemie.
Was die Forschung heute fein säuberlich misst, Stresshormone, Entzündungsmarker, Telomere, haben spirituelle Traditionen seit Jahrhunderten in ihrer eigenen Sprache beschrieben: Prana, Nadis, innere Alchemie. Für mich sind das zwei unterschiedliche Blickwinkel auf denselben Prozess. Der eine spricht von Nervensystem und Sinn, der andere von Energie und Klärung. Und am Ende führen beide zu dem, was wir alle spüren wollen: mehr Lebendigkeit im Körper.
Spirituelle Perspektive: Der Körper als lebendiges Bewusstsein
Viele Traditionen kennen die Vorstellung von „innerer Alchemie“: Alte Prägungen, Klänge und Geschichten können aus dem Körper gelöst werden, damit er leichter, freier und länger bewohnbar bleibt.
- Im Taoismus heißt es, der Körper könne durch Reintegration zum „Unsterblichen Körper“ veredelt werden. (vgl. Taoist Society of Canada)
- In der Yogatradition spricht man von Samskaras, alten Eindrücken, die in den Nadis gespeichert sind, und durch Praxis gelöst werden können. In klassischen Yoga- oder Vedanta-Texten wie den Yoga Sutras (Patanjali) oder in tantrischen Schriften wird das Konzept von Prana (Lebensenergie) in Nadis und das Lösen von Blockaden behandelt.
- Langlebigkeit ist im klassischen Schamanismus kein erklärtes Anliegen, denn der Tod wird als Teil des natürlichen Kreislaufs gesehen. Und doch: Schamanische Praktiken können helfen, einen Reset im Leben zu vollziehen: alte Energien loszulassen, Seelenanteile zurückzuholen bzw. neu zu ordnen, das eigene Feld zu klären. Wer das Thema Langlebigkeit bewusst für sich wählt, kann den Schamanismus als wertvolles Werkzeug nutzen, um freier, leichter und vollständiger im Körper zu leben.
Der Kern ist derselbe: Der Körper selbst ist Bewusstsein. Er ist nicht nur Hülle, sondern Mitspieler, Mitwisser, Mitgestalter. Wir können im lebendigen Körper transzendieren. Wir müssen nicht warten, bis wir sterben, um wieder frei zu sein.
Das bedeutet nicht, dass wir unsere Herkunft abwerten. Im Gegenteil: Wir danken ihr und lassen sie los. Wir holen das Zuhause aus Eltern, Orten und Zeiten zurück in unser Herz und in den großen Geist. Dort kann es nicht mehr verloren gehen.
Ethik & Zukunft: Langlebig leben – wie wollen wir das?
Länger und gesünder leben, das klingt schön. Und es wirft Fragen auf, die wir nicht ausblenden dürfen.
1. Wer kann sich das leisten?
Schon heute ist gesundes Altwerden ungleich verteilt. Wer reich ist, hat Zugang zu besserer Nahrung, besserer Medizin, sichereren Lebensbedingungen. Wenn Langlebigkeit nur ein Luxus für Privilegierte wäre, würde das die Spaltung der Gesellschaft vertiefen. Diese Art der Langlebigkeit wäre vermutlich nicht sehr langlebig :), da sie nach wie vor auf Trennung basieren würde und es nicht diesen inneren Reset, der durch den Tod möglich ist, gegeben hätte.
Wahre Langlebigkeit braucht eine neue Kultur: Arbeit ist nicht mehr auf Profit ausgerichtet, sondern auf das Leben selbst. Tätigkeiten, die zerstören wie Spekulation mit Nahrung, Kriege, Raubbau an der Erde hören auf, „Arbeit“ genannt zu werden. Notwendige Arbeitszeit schrumpft auf das, was wir wirklich brauchen, um uns und den Planeten zu versorgen. Dann können sich alle Langlebigkeit leisten.
2. Was macht es mit der Erde?
„Erde: geschlossen wegen Überfüllung?“ Diese Angst ist verständlich. Wenn Menschen sehr viel länger leben, braucht es neue Formen des Zusammenlebens. Aber Überfüllung entsteht nicht einfach durch Zahl, sondern durch Lebensweise.
- Wenn wir nicht mehr dauernd konsumieren müssen, um uns selbst zu betäuben, sinkt der Druck auf Ressourcen.
- Wenn wir wissen, dass wir Zeit haben, alles zu entfalten, brauchen wir weniger Hetze und weniger Ersatzbefriedigungen.
- Wenn wir die Erde als Partnerin sehen, werden wir sie behüten, statt sie auszubeuten. Aktuell werden wir durch die Klimaveränderung dazu angehalten, unser Leben und Wirtschaften zu überdenken und zu korrigieren, auch, wenn wir Menschen echt langsam sind, wenn es um diese Entwicklung geht.
Aus einer verbundenen Haltung heraus könnte sich auch die Bevölkerungsfrage verändern: Kinder müssen nicht mehr als „Versicherung fürs Alter“ dienen. Besitz muss nicht mehr durch Erben verteidigt werden. Und wenn Gewalt und Manipulation zwischen Männern und Frauen und Frauen und Männern aufhören, reguliert sich auch die Geburtenrate. Manche Seelen werden vielleicht sogar Platz machen, um anderen Seelen die Erfahrung hier zu ermöglichen und auf anderen Planeten neue Wege suchen.
3. Wozu das alles?
Langlebigkeit ohne Sinn ist nur Verlängerung. Langlebigkeit mit Sinn ist ein Geschenk für uns selbst und für die Welt.
Wenn wir länger leben, brauchen wir neue Lebensentwürfe. Nicht mehr: Ausbildung – Arbeit – Rente. Sondern: mehrere Zyklen von Lernen, Wirken, Innehalten, Reifen. Zeit für verschiedene Berufungen, für Familie und Gemeinschaft, für Kreativität, für Spiritualität.
Echte Langlebigkeit setzt voraus, dass wir uns mit dem Großen Geist verbinden und erkennen, dass alles eins ist. In einer solchen Haltung werden Kriege unmöglich, denn wie könnten wir das zerstören, was wir selbst sind? Auch aus diesem Gedanken heraus, halte ich es für sehr sinnvoll, nach Langlebigkeit zu streben.
Doch was heißt das konkret hier und jetzt, in unserem Alltag?
Praktische Impulse: Reset & Langlebigkeit im Alltag
Langlebigkeit beginnt nicht mit großen medizinischen Eingriffen, sondern mit kleinen, alltäglichen Gesten. Jede*r kann im eigenen Leben damit anfangen.
Atem und Körperwahrnehmung
Nimm dir täglich Momente, um bewusst zu atmen. Spüre, wo in deinem Körper alte Energien sitzen. Heiße sie willkommen und nimm sie zutiefst als dich selbst an. Fülle sie mit Liebe.
Sprache und Identität prüfen
Achte auf deine Worte. Sagst du oft „ich bin alt, müde, fertig“ oder „ich bin lebendig, lernend, neugierig“? Sprache wirkt wie ein Signal an deine Zellen. Deine Worte programmieren deinen Körper.
Neugier pflegen
Halte dein Nervensystem jung, indem du dich auf Neues einlässt: ein Projekt beginnen, etwas Unbekanntes lernen, eine Reise planen. Jede Neugier öffnet neue Bahnen in deinem Inneren.
Zuhause gestalten
Schaffe dir einen Ort, der dich trägt, während du Altes loslässt. Kein Zuhause als Klammer, sondern als Nest: ein Ort, an dem du sicher und frei zugleich sein kannst.
Kollektive Felder bewusst betreten
Musik, Orte oder Menschen können alte Energien auslösen. Das ist kein Fehler, sondern eine Einladung: eine Chance, loszulassen, was nicht mehr zu dir gehört. Wenn du es bewusst begleitest, verwandelt es sich.
Schlussgedanken: Heimat finden – im Körper, im Leben, im großen Geist
Ich glaube, Langlebigkeit ist nicht nur eine Frage von Biochemie. Sie ist eine Entscheidung: Will ich hier sein? Habe ich einen Sinn? Bin ich bereit, alte Definitionen loszulassen und mich neu zu verkörpern? Immer wieder?
Für mich persönlich bedeutet das: Ich möchte Familie leben, mitgestalten, irgendwann Physik studieren, reisen, lernen, zaubern. Ich möchte hierbleiben, solange es für mich und das Leben gut ist. Und wenn meine Zeit hier irgendwann endet, möchte ich frei sein – vielleicht für eine neue Erfahrung auf dieser Erde oder auf einem anderen Planeten.
Vielleicht ist das das Geheimnis von Langlebigkeit: nicht gegen das Leben kämpfen, sondern es tief bewohnen. Der Körper wird dann nicht Gefängnis, sondern Tempel. Das Zuhause nicht Klammer, sondern Nest. Das lange Leben nicht Pflicht, sondern Geschenk.
Häufige Fragen und Antworten zur Langlebigkeit
Kann man Langlebigkeit wirklich beeinflussen?
Ja, teilweise. Faktoren wie Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressreduktion und soziale Bindung wirken nachweislich auf Gesundheit und Lebensdauer. Die Genetik spielt eine Rolle, aber Lebensstil und innere Haltung sind entscheidende Mitgestalter.
Was hat meine innere Haltung mit meinen Zellen zu tun?
Studien zur Epigenetik und Psychoneuroimmunologie zeigen: Gedanken, Gefühle und Identität beeinflussen biochemische Prozesse. Stress verkürzt Telomere, während Sinn, Verbundenheit und Achtsamkeit sie schützen können.
Ist es nicht egoistisch, länger leben zu wollen?
Nicht, wenn Langlebigkeit mit Sinn verbunden ist. Es geht nicht um „ewig jung“, sondern darum, gesunde Jahre bewusst zu gestalten und mitzugestalten. Echte Langlebigkeit bedeutet, Verantwortung für sich selbst, andere und die Erde zu übernehmen.
Wie passt Spiritualität zur Wissenschaft der Langlebigkeit?
Wissenschaft beschreibt biologische Mechanismen; Spiritualität beschreibt Bewusstsein und Sinn. Beide Blickwinkel ergänzen sich: Was die Forschung als Stressreduktion oder Neuroplastizität misst, beschreiben Traditionen als innere Alchemie oder Pranafluss.
Welche Rolle spielt Sprache für Langlebigkeit?
Sprache wirkt wie ein Programm für unser Nervensystem. Worte wie „alt“ oder „müde“ können Zellen in diesen Modus versetzen, während Worte wie „lebendig“ oder „neugierig“ Wachheit und Regeneration fördern. Sprache ist Biochemie in Worten.
Wie beeinflusst Langlebigkeit unsere Gesellschaft?
Länger gesund zu leben, stellt Fragen nach Gerechtigkeit, Arbeit, Ressourcen und Sinn. Damit Langlebigkeit kein Privileg wird, braucht es faire Strukturen und ein neues Miteinander: weg von Profitlogik hin zu lebensdienlichen Kulturen.
Was kann ich jetzt schon konkret tun?
Kleine Schritte wirken stark: bewusst atmen, liebevolle Selbstgespräche führen, neugierig Neues lernen, soziale Kontakte pflegen, ein Zuhause schaffen, das dich trägt. Jeder dieser Schritte ist ein Beitrag zu mehr Lebendigkeit im Körper.
Und du? Was würde sich für dich ändern, wenn du dir erlaubst, nicht nur länger, sondern vor allem auch voller zu leben?



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